Frankenberg. Was in einer kleinen Metzgerei in Holzhausen begann, ist heute ein mittelständisches Unternehmen mit Kunden in einem Umkreis von rund 250 Kilometern und darüber hinaus: Die SPD Frankenberg hat die Arslan Döner GmbH besucht und sich über die Herstellung von Dönerspießen, die Entwicklung des Betriebs und die Herausforderungen der mittelständischen Wirtschaft informiert. Durch die Produktion führte Ayse Arslan und gab dabei spannende Einblicke in die Arbeit des Unternehmens. Die Geschichte des Betriebs begann mit einer rund 60 Quadratmeter großen Metzgerei in Holzhausen. Seit 2012 ist das Unternehmen mit seiner Produktion in Frankenberg ansässig. Heute arbeiten dort 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die täglich rund sieben Tonnen Fleisch zu Dönerspießen verarbeiten. Die Nachfrage ist dabei so groß, dass das Unternehmen bereits einen Anbau zur Erweiterung seiner Lagerkapazitäten plant.
„Die Entwicklung der Arslan Döner GmbH zeigt, welches Potenzial in mittelständischen Unternehmen steckt. Aus einem kleinen Handwerksbetrieb ist ein Unternehmen geworden, das weit über Frankenberg hinaus Kunden beliefert und hier vor Ort Arbeitsplätze schafft“, erklärt Dr. Daniela Sommer, heimische Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der SPD Frankenberg. „Solche Unternehmen sind wichtig für unsere Region. Sie verbinden unternehmerischen Mut und wirtschaftlichen Erfolg mit konkreter Verantwortung vor Ort.“
Bei der Führung durch die Produktionsräume wurde deutlich, wie viel handwerkliche Arbeit hinter dem fertigen Produkt steckt. Das angelieferte Fleisch wird zunächst verarbeitet, beispielsweise werden Hähnchenschenkel entbeint. Anschließend wird das Fleisch in speziellen Maschinen mit Gewürzen vermengt und mariniert. Nach einer Ruhezeit über Nacht wird es von Hand auf die Spieße gesteckt. Produziert werden Hähnchen-, Puten-, Kalb- und Hackfleischspieße in unterschiedlichen Größen von zehn bis 90 Kilogramm. Die Kunden werden direkt beliefert. Neben zahlreichen Abnehmern aus einem Umkreis von rund 250 Kilometern zählen auch größere Kunden aus weiter entfernten Regionen zum Kundenkreis. Der direkte Kontakt zu den Abnehmern gehört dabei zum Geschäftsmodell des Unternehmens.
Ein zentrales Thema im anschließenden Gespräch über die mittelständische Wirtschaft war der Fach- und Arbeitskräftemangel. Nach Angaben des Unternehmens übersteigt die Nachfrage derzeit die vorhandenen Produktionsmöglichkeiten. Mit ausreichend zusätzlichen Beschäftigten könnte die Produktion deutlich ausgeweitet werden. Auch Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung können eine Einstiegsmöglichkeit finden. Bei der Suche nach Arbeitskräften arbeitet das Unternehmen bereits eng mit dem Arbeitsamt zusammen und wirbt auch gezielt im Ausland, um Arbeitskräfte zu finden. „Wir müssen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Unternehmen in Frankenberg wachsen, investieren und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen können“, betont Hendrik Klinge, Vorsitzender der SPD Frankenberg. „Bei unserem Besuch wurde deutlich, dass es nicht allein an der Nachfrage fehlt. Vielmehr braucht es auch genügend Menschen, die die Arbeit übernehmen können. Deshalb müssen wir berufliche Chancen eröffnen und Unternehmen dabei unterstützen, Beschäftigte zu gewinnen.“ Die SPD Frankenberg bedankt sich bei Ayse Arslan für die Führung durch die Produktion und den offenen Austausch über die Entwicklung des Unternehmens. Der Besuch hat gezeigt, wie vielfältig die mittelständische Wirtschaft in Frankenberg ist und welche Chancen in Betrieben liegen, die hier verwurzelt sind und über die Region hinaus erfolgreich arbeiten.

